Pressekritiken 

 

Witze, Anekdoten, Musik

Herrenberger Gäubote 21.3.2017 

Herrenberg: „Alles wird anders" bei den Männern

 

Wie Man(n) mit der offensichtlich alles andere als traurigen Wahrheit “Alles wird anders“ mit fortschreitendem Alter umgeht, davon berichten auf höchst vergnügliche musikalisch-kabaretistische Art Thomas Rose und Joachim Günther im Studio der Musikschule Herrenberg.

Nix Midlife-Crisis - die hat man schon lange hinter  sich! Nun gilt es, die Ruine möglichst lange in sehenswerter Verfassung zu bewahren….und wie immer im Leben, geht es auch dann mit Humor um einiges besser.

Die feine Ironie macht den Ton bei den beiden Musikern.

…Sehr vergnüglich auch Joachim Günthers musikalisches Plädoyer für die Partnersuche im Internet, müssen heutzutage auch anbandelwillige Senioren mit der Zeit gehen, denn sonst sind „alle scharfen Mietzen“ weg.  … Kurze Witze, Anekdoten und etwas Instrumentalmusik eingestreut, halten ihr Publikum heiter und bei bester Laune, gerne auch mal mit einer makabren Ballade wie die von dem getreuen Gatten, der seine bessere Hälfte Hermine in aller Liebe im Garten mit Hilfe einer Tretmine explodieren ließ….

Zwei Zugaben erklatschten sich die hörbar begeisterten Zuschauer und warten nun auf „mehr“ aus der Feder von „günther&rose“. 

 

 

 

 

Herrenberg-Kayh: Duo verblüfft mit gewitzt-ironischen Liedern 

 

Von Rüdiger Schwarz, Herrenberger Gäubote 30.1.2016 

Süffisante Lieder 

Günther und Rose verhohnepipeln Anti-Aging-Schnickschnack, das Geschäft mit dem Jugendwahn, veräppeln die Zombie-Geisterbahn der plastischen Schönheitschirurgie. Nicht wenige, der süffisanten Lieder versprühen das Flair der satirischen Chansons eines Georg Kreislers oder den foppenden, augenzwinkernden Charme der Ulk-Songs eines Paul O’Montis, mitunter fühlt man sich an die Moritaten eines Kurt Weil erinnert.

Das makabere Liedchen über einen Mann, der seine „bessere“ Hälfte mit Namen Hermine in die Luft jagt, um deren Einzelteile in den Rasen im Garten einzuarbeiten, ist schlichtweg ein genialer Wurf. Logo - bringt die kleine Combo, deren Sound launig swingt, mal mehr jazzig, mal mit einer Prise Flamenco gewürzt, auch die Risiken und Nebenwirkungen eines lebenslangen Gefangenseins auf den Tisch. Sobald das langzeitverheiratete „starke Geschlecht“ der Hafer sticht, es seiner Liebsten Blumen andient, manövriert es sich ganz schön in die Enge.

… Warum den Sensenmann nicht umarmen, anstatt ihn im Nacken sitzen zu haben? Zwischen dem „Liedermachen“ werden Instrumentalstücke angereicht. Allesamt wunderbar melodiös, oder einfach nur magisch und poetisch. Zuweilen schwingt da ein Hauch Christopher Cross, eine Prise Carlos Santana mit.

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Hermine explodiert dank Mine 

  

Von Ute Büttner. Albstadt-Ebingen, Schwarzwälder-Bote, 05.10.2015 

  

Was ändert sich mit dem Fuffzigsten? Joachim Günther und Thomas Rose wissen es: Nun, man ist nicht mehr jung– dafür singen und spielen die beiden im Kräuterkasten aber ganz schön flott.

Na ja, dann müssen Vergnügungen jetzt halt von geistiger Natur sein. Ein rundlicher Bauch kann dem Manne auch zur Zierde gereichen, Falten im Gesicht zeugen von Charakterstärke und werden bei Frauen durch leuchtende, wissende Augen kompensiert. Altern hat eben Vor- und Nachteile, diese Erkenntnis zieht sich durch das ganze Programm.  

Ein gutes Duo – auch bei Zwischentönen In leichtem Plauderton führen Joachim Günther und Thomas Rose auf das nächste Thema hin. Dann singen sie, hören sich dabei zu, kommentieren, was der eine gerade gesagt hat, ergänzen mit eigener Erfahrung, bekräftigen gemeinsam im Refrain, was wichtig ist – ein gutes Duo. Das zeigt sich auch, wenn sie zur Entspannung eine Zwischenmusik einlegen: eine Gelegenheit, das Gehörte zu überdenken, vor allem aber um zu bewundern, wie perfekt sie ihre Instrumente beherrschen. 

"Frei wie ein Vogel" singt die Gitarre über der Klavierbegleitung. 

 "Alt werden will gelernt sein, will gekonnt sein", meinen die beiden. Das Publikum im gerammelt vollen Saal, viele "fuffzig plus", manche aber auch "fuffzig minus", kann bestätigen – die beiden haben es gelernt und können es. 

 

 

Jettingen: Joachim Günther und Thomas Rose nehmen in der Kulturscheuer musikalisch die Generation 50 plus aufs Korn  

 

(Gäubote Herrenberg 11.2.2015) 

Marline Fetzer-Hauser 

Sie waren bei der Premiere des Programms glaubwürdig, die beiden Sänger und Musiker auf der kleinen Bühne der Jettinger Volkshochschule…

Mal etwas wehleidig, mal augenzwinkernd, mal eher kämpferisch: Der Pianist und der Gitarrist besangen ein Lebensgefühl, das sich wohl unausweichlich bei jedem einstellt, wenn er die 50 überschritten hat - durch körperliche Veränderungen, mentale Entwicklungen, neue Einsichten. Trotz gesundheitlicher Überraschungen verkünden die beiden Musiker: "Die guten Jahre sind vorbei, jetzt kommen die Besten!" Dementsprechend heißt es im Song "Relaxt" angesichts von Hektik und Stress ringsum: "Ich bin in dem Alter, wo mich gar nichts mehr juckt." Und weiter: "Jetzt bleib ich cool!"

Sie können wunderbar über sich selbst lachen, sie stellen manch giftige Erkenntnisse in den Raum - wer darüber unter den Zuhörern leicht frustriert blickte, fand immer wieder Erholung in den zwischen die Lieder eingestreuten Instrumentalwerken für Gitarre und Klavier - leichte, lockere Melodien, vor allem von Thomas Rose mitreißend meisterhaft und teils auf einer siebensaitigen Gitarre gespielt.